Demonstrationssportarten

Was bedeutet eigentlich Demonstrationssportart bei Special Olympics?

Auch Special Olympics sucht immer wieder nach neuen Herausforderungen. Um nicht nur auf Althergebrachtem zu verharren gibt es immer so genannte Demonstrationssportarten. Das bedeutet, bei Wettbewerben werden diese im Programm als "Schnuppernagebote“ geführt. Es wird dann geklärt ob die Sportart auch zum Gedanken von Special Olympics passt oder doch eher eine vergehende Zeiterscheinung ist.
Es werden zurzeit drei Demonstrationssportarten angeboten:

Kajak

Was bedeutet eigentlich Kajak bei Special Olympics?
Kajak ist ein Wassersport, der in einem Kanu bzw. Kajak und mit einem Paddel ausgeübt wird. Kajak wird, zusammen mit Klettern, Bergsteigen, Surfen und Tauchen, häufig der Kategorie „Abenteuersportarten“ zugeordnet.

Pitch & Putt

Was bedeutet eigentlich Pitch & Putt bei Special Olympics?
Pitch & Putt ist eine in Irland sehr verbreitete Sportart, die dort Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts entwickelt wurde. Da viele Golfer nicht genügend Zeit für eine vollständige Partie Golf hatten, wurde diese verkürzte Version des Spiels entwickelt, die heute als Pitch & Putt bekannt ist.

Judo

Was bedeutet eigentlich Judo bei Special Olympics?
Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich bei Judo eher um eine Verteidigungssportart als um eine Angriffssportart. Sie ist von großem Nutzen für die Sportler die nicht nur lernen, sich zu verteidigen, sondern auch ihre Selbstdisziplin sowie ihre Strategie und ihre Planungs-fähigkeiten verbessern.

Beim Judo wird eine Vielzahl an Griffen/Körperbewegungen dazu eingesetzt, den Wettbewerbpartner zu beherrschen. Dank der erforderlichen Disziplin und Techniken bleibt der Körper des Athleten nicht nur beim Wettbewerb aktiv und in Form. Bei diesem Sport wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass die Sicherheit des Gegners respektiert wird.

Studien zufolge profitieren die Athleten auf folgende Art und Weise vom Judo:
  • Sie können sich mit fortschreitendem Trainingserfolg   länger konzentrieren.
  • Ihre persönliche Wahrnehmung wird durch den Einsatz und die Bewegungen ihres Körpers und dem ihres Gegners im Wettbewerb gestärkt.
  • Ihre motorischen und sensorischen sowie ihre sozialen Fähigkeiten verbessern sich durch die Arbeit mit anderen. 
  • Sie lernen Werte schätzen, werden durch-setzungsfähiger, und aggressives oder brutales Verhalten wird kontrollierbar.

Weiterhin haben Untersuchungen gezeigt, dass Personen mit Verhaltensproblemen ihre Aggressionen weniger im familiären oder schulischen Umfeld ausgelassen haben, wenn sie ihren Ärger bzw. ihren Stress auf kontrollierte Weise im Rahmen der Trainingseinheiten abgebaut haben.

Als internationaler Veranstalter von Sportprogrammen hat Special Olympics auf Basis der Regeln des Internationalen Judoverbandes (IJF) und des nationalen Verwaltungsgremiums (NGB) Regeln entwickelt. Die IJF- und die NGB-Regeln finden Anwendung, mit Ausnahme der Fälle, in denen sie in Konflikt treten mit den Offiziellen Sportregeln der Special Olympics. In solchen Fällen sollen die Offiziellen Sportregeln der Special Olympics für angepasstes Judo Anwendung finden.

Zusätzlich zu Geschlecht, Alter und Leistungsniveau werden die Athleten nach Gewichtsklassen eingeteilt. Der Einstufungstest (Skills Assessrnent Test) umfasst Techniken wie Ukerni-waza (Fallschule) mit verschiedenen Fallwinkeln, Toketa-waza (Lösen eines Haltegriffs) und Kaeshi-waza, eine Gegentechnik (Wurftechnik).