Mit einem 6.Platz kehrten die Fußballer des Lebenshilfewerks Waldeck Frankenberg vom Internationalen Fußballturnier von Monaco zurück. 22 „Unified“ Mannschaften aus ganz
Europa waren vom 05. bis 09. Mai am Start. Erstmals stellten sich die Waldecker einem solchen Wettbewerb, in dem Behinderte und Nichtbehinderte Sportler nach einem bestimmten Schlüssel zusammen spielen.
Die Einladung folgte von Special Olympics Monaco und Lions Club Präsident Oliver Sodeik, der wiederum den Kontakt über die Fußballschule Eintracht Frankfurt von Charly Körbel nach Korbach und Frankenberg hergestellt hatte. Nach 14 stündiger Anreise mit dem Bus stellte sich das Team den Sichtungsspielen. Hier schlug das von Jürgen Ochmann gut eingestellte Team durch ein Tor von Hendrik Stuhldreher Frankreich mit 1:0. Weitere glasklare Möglichkeiten von Lars Klein und ein Pfostenschuss von Ralf Schmidt verhinderten einen höheren Erfolg.
Die Aufgabe gegen Italien I, die das deutsche Team von Beginn an hart attackierte, war weitaus schwerer. Nach einem Pfostenschuss von Holger Appel und dem entscheidenden Tor durch Rainer Blecher ging das Team dennoch als Sieger vom Platz. Leider verletzte sich Jürgen Schmidt und konnte während des Turniers nicht mehr eingreifen.
Kurz darauf die Überraschung. Team Germany wurde in die Gruppe der stärksten 6 Mannschaften gesetzt. In einer Doppelrunde mit Hin und Rückspiel waren Monaco und ein Gehörlosenteam aus Italien die nächsten Gegner. Gegen die weitaus überlegenen Italiener zeigten. Die Waldecker unter dem Jubel der Zuschauer die beste Turnierleistung. Durch zwei Tore von Hendrik Stuhldreher verlor man nur knapp mit 2:3. Jürgen Ochmann war ins Team gerutscht und der Verletzte Schmidt agierte von nun an als Coach an der Linie.
Das zweite Spiel gegen Monaco ging nach Toren von Appel und Stuhldreher mit 2:5 verloren. In einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier hatte dann Prinz Albert II von Monaco die Special Olympics von Monaco offiziell eröffnet. An diesem Abend lernten die Spieler den eigentlichen Sponsor und Paten der deutschen Mannschaft, die Familie des Designers Otto Kern kennen.
Nach zwei weiteren Niederlagen gegen Italien (4:0) und Monaco (4:1) hieß der Gegner im Endspiel um Platz 5 und 6, Italien II. Nach Toren von Appel und Stuhldreher führte das Team bis 10 Sekunden vor Schluss mit 3:2 ehe sie den Ausgleich kassierte. Im anschließenden Siebenmeterschiessen blieb es bis zum letzten Schuss spannend. Nach einem Pfostentreffer von Ralf Schmidt behielten Holger Appel und Jens Kohse die Nerven. Nun musste der letzte Schuss entscheiden. Während die Italiener ihren Schuss versenkten, scheiterte Lars Klein am Lattenkreuz.
Bei der folgenden Siegerehrung wurde Hendrik Stuhldreher als bester Stürmer der Gruppe I ausgezeichnet. Ebenfalls ging der Fairnesspokal an die Deutschen, wobei Fouls und das Spielen miteinander bewertet wurden. Diese Leistung honorierte Sponsor Otto Kern mit einer spontanen Einladung zum Essen an den Strand. Weitere Höhepunkte waren eine Stadtrundfahrt über die Formel 1 Rennstrecke, der Besuch des Automobilmuseums und des Oceanographischen Museums. Den Abschluss bildete der Besuch des Erstigaspiels AS Monaco gegen Nancy (2:1).