Am 22. und 23. Oktober 2009 fand das große Special Olympics Landes-Tischtennisturnier, ausgerichtet von Hephata (WfbM) und der LAG, in der Ostergrundhalle zu Treysa statt. In der professionell eingerichteten Ostergrundhalle sollte das zweitägige Turnier mit einer olympischen Begrüßungszeremonie eröffnet werden. Alles begann mit dem Einmarsch der 23 angereisten Mannschaften der Werkstätten für behinderte Menschen aus Hessen und Nordrhein-Westfalen. Als dann von den Hephata-Sportlern Ricardo Martins, Felicia Frankmann, Christof Spannknebel und Christian Gruss die „Special Olympics“-Fahne gehisst, das Feuer entzündet und von Stefan Merle der Sportlereid gesprochen wurde, ging der olympische Geist durch die Halle, und die Begeisterung der 122 Sportlerinnen und Sportler sowie deren BetreuerInnnen war deutlich zu spüren. Nach der Begrüßungszeremonie gab es eine kurze Ansprache von dem Bereichsleiter der WfbM, Herrn Hans-Günter Kripko, dem Werkstattrat und dem Schirmherren des Turniers, Herrn Jörg Blumenauer. Dieser, selbst auf den Rollstuhl angewiesen, ist ein erfolgreicher Tischtennisspieler und als Loshäuser Jugendtrainer der zweiten Mannschaft Zella-Loshausen.
Von allen wurde mit Spannung der Beginn des Turniers erwartet und man startete auch sofort mit den ersten Spielen. Gespielt wurde nach dem von Studenten entwickelten Schweitzer System, was eine Spielzeit von vier Minuten pro Spiel vorsieht. Der erste Spieltag wurde mit den Qualifikationsspielen für die finalen Leistungsgruppen des zweiten Tages gefüllt. Den bis dorthin gut verlaufenden ersten Spieltag rundete ein bunter Abend ab, zu dem neben Spielern, Betreuern und Helfern, auch Bewohner und Beschäftigte Hephatas herzlich eingeladen waren. Die Hephata-Rockband „Katrin & die Quietschboys“ sorgte zusammen mit den Schwälmer Mundartmusikern „Hokke Scheeb“ für gute Stimmung. Neben der Live-Musik gab es bei einer Verlosung kleine Sachpreise zu gewinnen.
Am nächsten Morgen begann man frisch und ausgeruht die Finalrunden in den Leistungsgruppen. An den insgesamt 20 Tischtennisplatten entwickelten sich viele spannende Spiele, in denen jeder sein Bestes gab und um jeden Punkt kämpfte. Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnern und Helfer der verschiedenen Schulen, die Eltern und die Beschäftigten Hephatas wären der Erfolg und der reibungslose Ablauf des Turniers nicht möglich gewesen. Einer der Höhepunkte des zweiten Tages war mit Sicherheit die von allen schon sehnsüchtig erwartete Siegerehrung. Voller Stolz darf man für Hephata viele gute Leistungen verzeichnen und sich über einige Medaillen freuen. Jeder der Spieler ging am Ende des Tages als Sieger aus dem Turnier, was ganz dem Motto der Special Olympics „Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben“ entsprach.